* der EFL-Stellenblog *

Interessantes und Hilfreiches rund um Partnerschaft, Familie, Leben

 

 

Quelle: pixabay

 

"Erste-Hilfe-Koffer“
für gelingende Begegnungen in Zeiten von Corona

 

Um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen, beschränkt sich das Leben in Deutschland fast völlig auf die eigenen vier Wände. Familien sitzen nun z.T. auf engstem Raum zusammen, und Kinder wollen beschäftigt werden. In Zeiten der Corona-Krise sind wir an Ihrer Seite! Wir möchten Ihnen mit unserem „Erste-Hilfe-Koffer“ hilfreiche Tipps, Anregungen und Impulse an die Hand geben, um diese schwierigen Tage und Wochen ein wenig zu erleichtern.*

 

Der Koffer wird sich im Lauf der Zeit weiter füllen; es lohnt sich also, immer mal wieder hier vorbeizuschauen! Möglicherweise werden wir die Inhalte umstrukturieren, sollte die Seite zu unübersichtlich werden.

 

*) Disclaimer: Nehmen Sie nur, was Ihnen dient. Nicht alles mag jedem/jeder hilfreich sein oder inhaltlich zusagen. Seien Sie gerne wählerisch! (Anm. d. Webredaktion)

 

 

Unterstützung bei psychischen Problemen durch die Corona-Pandemie, inklusive Empfehlungen zur Selbsthilfe, bietet die Corona-Psycho-Hotline Baden Württemberg, ein gemeinsames Angebot des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg, des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit, der Landesärztekammer, der Landespsychotherapeutenkammer und der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg.

kostenlose Telefon-Hotline (von 08 bis 20 Uhr): 0800/377 377 6

Link: Corona-Psycho-Hotline

Hinweis aus dem Team, 29.04.2020

 

Hilfreiches über und zum Umgang mit Gefühlen und Beziehungen vermittelt in kurzen Videobeiträgen der neue YouTube-Kanal Psychologie für Zuhause der Landesstelle der Psychologischen Beratungsstellen der Evang. Landeskirche in Württemberg.

Link: Psychologie für Zuhause

Hinweis aus der Diözesanstelle, 29.04.2020

 

Neben der bewussten und kritischen Auseinandersetzung mit den Herausforderungen dieser Tage, kann es hilfreich oder einfach wohltuend wirken, auch unser Unbewusstes zur Unterstützung zu mobilisieren. Die Milton H. Erickson Gesellschaft Deutschland bietet in ihrem Hypnose-Blog aktuell Trancen zur Selbstfürsorge in Zeiten des Coronavirus, aufgesprochen von erfahrenenen Hypnotherapeut*innen, an.

Link: Selbstfürsorge in Zeiten des Coronavirus

Hinweis aus dem Team, 14.04.2020

 

Wichtige Notrufnummern für den Ernstfall sowie Rufnummern, hinter welchen Menschen auch außerhalb "regulärer Geschäftszeiten" Ihren Anliegen zuhören und Antwort geben. Bitte berücksichtigen Sie dabei die Zuständigkeiten und Möglichkeiten der jeweiligen Einrichtung.

 

Polizei (bei akuter Bedrohung, Gefahr, Straftat, wenn Sie selbst betroffen sind oder diese beobachten):

Tel.: 110

 

Feuerwehr und Rettungsdienst (bei Bränden oder akuter, potentiell lebensbedrohlicher gesundheitlicher Situation bei sich oder anderen):

Tel.: 112

 

Ärztlicher Notdienst (bei Coronaverdacht; bei Erfordernis umgehender ärztlicher Hilfe ohne Lebensbedrohung; auch und gerade außerhalb regulärer Praxiszeiten):

Tel.: 116 117

 

Hilfstelefon Gewalt gegen Frauen des Familienministeriums (24/7 erreichbar):

Tel.: 0800/0 116 016

 

Opfer-Telefon des Weißen Rings (täglich von 07 bis 22 Uhr):

Tel.: 116 006

 

Nummer gegen Kummer für Kinder und Jugendliche (Montag bis Samstag, 14 bis 22 Uhr):

Tel.: 116 111

 

Nummer gegen Kummer für Eltern (Montag bis Freitag, 09 bis 11 Uhr; Dienstag und Donnerstag, 17 bis 19 Uhr):

Tel.: 0800/111 0 550

 

TelefonSeelsorge (24/7 erreichbar):

Tel.: 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222

 

Corona-Psycho-Hotline Baden Württemberg (täglich von 08 bis 20 Uhr):

Tel.: 0800/377 377 6

Stand: 29.04.2020

 

EFL Pforzheim: Livestream-Vortrag Vom guten Umgang mit Krisen

Unsere Schwesterstelle, die EFL Pforzheim, veranstaltete am 8. April einen Livestream-Vortrag von und mit dem Psychologen, Psychotherapeut, Krisenmanager und Autor Dr. Stefan Junker. Den Link zur Aufzeichnung (edit. 09.04.2010: voraussichtlich zeitlich begrenzt verfügbar) und weitere Ressourcen finden Sie unter folgendem

Link: Vom guten Umgang mit Krisenzeiten

Hinweis aus dem Team, 06.04.2020

 

Survival-Kit für Männer unter Druck: Empfehlungen zum Selbstmanagement, damit Männer gewaltfrei durch die Krise kommen,veröffentlichen das Bundesforum für Männer (Deutschland), der Dachverband Männerarbeit Österreich sowie männer.ch (Schweiz). Sie liegen u.a. hier in 20 Sprachen zum Download für Sie bereit:

Link: Survival-Kit

Hinweis aus dem Team, 06.04.2020

 

Eine Gebetsanregung (nicht nur), wenn die Kirchenglocken erklingen:

ein ökumenisches Gebet in Zeiten der Corona-Krise im eigenen Anliegen sowie für alle Betroffenen, für alle Helfer und für alle verantwortlichen Entscheidungsträger dieser Tage von Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und Kirchenpräsident Dr. h. c. Christian Schad.

Link: Corona-Gebet

Hinweis aus dem Team, 06.04.2020

 

Wie spreche ich mit meinem Kind über das Corona-Virus und die Situation, in der wir uns alle befinden? Wie können wir diese Krisenzeit miteinander gut bewältigen?

 

Der AGJ-Fachverband für Prävention und Rehabilitation in der Erzdiözese Freiburg e.V., Referat Prävention, hat zu diesen Fragen eine ausführliche Broschüre zusammengestellt:

Link: ElternWissen in Zeiten von Corona

Hinweis aus dem Team, 01.04.2020

 

Quellen vertrauenswürdiger sowie kompetent und unaufgeregt vorgetragener Information können helfen, den Gegebenheiten mit kühlem Kopf zu begegnen. Hierzu im Folgenden drei Empfehlungen:*

 

Der Leiter der Virologie der Berliner Charité und langjähriger SARS-CoV-2-Forscher Prof. Dr. Christian Drosten informiert im Gespräch mit Wissenschaftsredakteurinnen von NDR Info wochentäglich im Podcast Coronavirus-Update über den aktuellen Stand der Forschung zum Corona-Virus und gibt Einblicke und Hinweise zu den Fragen "Welche Spur verfolgt die Forschung aktuell? Welche neuen Erkenntnisse gibt es zu Ansteckung und Krankheitsverlauf? Ist die Aufregung um das neue Virus überhaupt angemessen? Und: Wie ergeht es den Forschern persönlich in diesen Tagen?"

Link: Coronavirus-Update mit Prof. Dr. Christian Drosten

Link: Coronavirus-Update in Gebärdensprache (auf YouTube)

 

Auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts (RKI), der zentralen Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention, finden Sie ebenfalls Hintergrund- und tagesaktuelle Informationen und Empfehlungen bzgl. des Corona-Virus.

Link: Homepage des RKI

 

Quarks-Redakteur Jonathan Focke mit einer aktuellen Einschätzung (Stand: 21.03.2020) rund um die Fragen "Wie lange müssen wir die Maßnahmen gegen das Corona Virus SARS-CoV19 noch mitmachen? Uns sozial isolieren und von Zuhause arbeiten?"

Klicken Sie hier, um zum YouTube-Video zu gelangen.

 

*) Beachten Sie jedoch auch die Empfehlung, sich nicht ständig mit dem Thema Corona zu beschäftigen, sondern die "Informationsaufnahme" einzugrenzen und sich auch gezielt anderen Themen und Dingen zu widmen.

Hinweise aus dem Team, 27.03.2020

 

Auch das Psychosoziale Krisenmanagement des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat wertvolle Informationen zur häuslichen Quarantäne und Tipps für Eltern bzgl. COVID-19 zusammengestellt, welche Sie unter diesem Link finden.

Hinweis aus dem Team, 26.03.2020

 

Täglich neue Impulse zur Stärkung der Kommunikation in der Beziehung bietet, ansprechend gestaltet, das Referat Ehe-Familie-Diversität im Erzbistum Freiburg über Instagram: #kommunikation_staerken

Anregung aus dem Team, 26.03.2020

 

Gemeinsam die Corona-Krise bewältigen - konkrete Tipps und Hinweise

 

Gönnen Sie sich persönliche Freiräume und Rückzugsmöglichkeiten. Wenn möglich, achten Sie darauf, auch einmal 20 min. für sich selbst zu haben. Kleine Atempausen zwischendurch tun gut und stärken!


Setzen Sie sich dem permanenten Informationsfluss dosiert aus, um sich nicht dauerhaft in einen körperlichen Alarmzustand zu versetzen.

Radio, Zeitungen, Fernsehen und das Internet berichten 24/7 über die momentane Lage. Achten Sie darauf, dass Sie sich dezidierte und zeitlich begrenzte Informationszeiten einplanen, z.B. nicht länger als 45 Minuten am Stück, und gönnen Sie sich drumherum eine "Nachrichten"-Auszeit. Gerade vor dem Schlafengehen ist es ratsam, zur Ruhe zu kommen. Hören Sie z.B. Musik, trinken Sie ein Tässchen Tee oder lesen Sie noch ein bisschen "leicht Verdauliches", um etwas abzuschalten.


Planen und strukturieren Sie Ihren Alltag, z.B. arbeiten Sie im Garten, um frische Luft zu schnappen. Oder gibt es noch etwas zu reparieren? Die Wohnung aufzuräumen, sich etwas Leckeres für das morgige Mittagessen zu überlegen, sorgen ebenfalls für Ablenkung.


Gönnen Sie sich was Schönes. Sei es ein gemütliches Schaumbad oder Ihr Lieblingsessen. Vielleicht liegt auch ein Buch auf Ihrem Nachttisch, das Sie schon längst mal lesen wollten. Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt dazu.


Entwickeln Sie gemeinsame Rituale mit Ihrem/Ihrer Partner*in und Ihren Kindern.
Sie schenken Struktur und lassen das „Wir“ spüren. Nehmen Sie sich als Paar beispielsweise bewusst nachmittags Zeit für das miteinander Erzählen bei einer Tasse Kaffee. Und wie wäre es mal wieder mit einem Brettspiel zusammen mit den Kindern nach dem Abendessen?


Um als Paar gut miteinander im Kontakt zu bleiben kann folgendes Ritual hilfreich sein:


Setzen Sie sich gemütlich zusammen und beantworten Sie sich gegenseitig folgende vier Fragen:

Der /die Eine beantwortet die Fragen, der/die Andere schreibt die Antworten in ein schönes Büchlein nieder, ohne zu werten oder die Inhalte anzudiskutieren. Danach werden die Rollen getauscht.

 

Vereinbaren Sie, wann Sie sich das nächste Mal wieder zusammensetzen wollen. Empfehlenswert wäre ein- bis zweimal die Woche. So haben Sie ein kleines „Paar-Tagebuch“ und eine gemeinsame Orientierung in dieser kritischen Zeit. Außerdem tut es immer wieder gut zu erfahren, was in diesen unübersichtlichen Zeiten auch gut läuft.


Für die Jüngsten ist es hilfreich, die Routine des Kindergartens ein bisschen zu übernehmen. Beispielsweise können Sie morgens nach dem Frühstück mit Ihren Kindern im Kreis sitzen, eine Geschichte erfinden, Fingerspiele ausprobieren oder gemeinsam Lieder singen. Eine kleine Bastelstunde sorgt auch für Ablenkung.


Bei Streitigkeiten können Sie als Paar oder in der Familie vereinbaren, dass jede(r) einen kleinen „Stoppstein“ bei sich trägt. Wenn ein Streit zu eskalieren droht oder jemand das Bedürfnis hat, eine kleine Auszeit zu nehmen, um zu sortieren oder sich etwas zu beruhigen, kann dieser Stein gezeigt oder auf den Tisch gelegt werden. Dies gilt als Zeichen für einen vorübergehenden "Time-out". Der „Stoppstein" ist hilfreich, weil Sie das "Stopp!" symbolisieren und nicht weiter sprechen müssen. Vereinbaren Sie, dass sich jeder erst mal zurückziehen darf und Sie später, wenn sich die Situation wieder beruhigt hat, das Gespräch nochmal aufnehmen. Es kann auch sinnvoll sein, dass Gespräch auf den nächsten Tag zu verschieben, wenn es erst mal Abstand zum Durchschnaufen braucht.


Wenn Sie schwierige Situationen spielerisch auffangen möchten, ist es eine gute Möglichkeit, die Situation „anzuhalten“, als würden Sie in einem Film die Pausentaste drücken. Spulen Sie gemeinsam die Situation zur Ausgangssituationzurück und gestalten Sie die Szene von da an in angemessener, erwünschter Weise noch einmal neu. Wichtig dabei ist, dass jede(r) für sich die Verantwortung übernimmt, der Situation eine konstruktivere Richtung zu geben.


Wir leben im Moment in einer Ausnahmesituationen, die Stress und Ängste auslöst. Demzufolge sind wir schneller gereizt und haben manchmal nicht mehr die Nerven, angemessen zu reagieren. Seien Sie miteinander verständnisvoll und behalten Sie Ihren Humor. Gemeinsam zu lachen ist wie gute Medizin. Humor ermöglicht, sich innerlich von den Problemen zu distanzieren, und fördert Gelassenheit.


Gerade auch für Menschen, die alleine leben, denen das leibhaftige Gegenüber fehlt, ist es wichtig, sich nicht übermannen zu lassen.
Halten Sie Kontakt über Telefon oder Internet, beleben Sie alte Brieffreundschaften. Tagebuch schreiben hilft, Gedanken zu sortieren und Sorgen durch Aufschreiben einen Platz zu geben, sodass der Kopf wieder freier werden kann.


Machen Sie sich immer wieder auch angenehme und erfreuliche Augenblicke bewusst. Auch hierbei mag ein kleines Ritual helfen:

Stecken Sie sich eine Handvoll kleiner Erbsen oder Kaffeebohnen in die linke Hosentasche. Jedes Mal, wenn Sie eine schöne Erfahrung gemacht haben, greifen Sie in Ihre linke Hosentasche, um eine Erbse/Kaffeebohne in die rechte Hosentasche wandern zu lassen. Zählen Sie am Ende des Tages, wie viele Erbsen/Kaffeebohnen die Hosenseite gewechselt haben. Es ist manchmal erstaunlich, wie viele auf Wanderschaft gegangen sind.


Wir wünschen Ihnen, dass Sie gesund bleiben. Bewahren Sie Gelassenheit und Ruhe. Und möge es immer wieder auch schöne Augenblicke geben, die Ihren momentanen Lebensalltag entlasten.


Und denken Sie daran: Bei krisenhaften Situationen stehen wir Ihnen gerne mit Telefonberatung zur Seite.


Herzlichst,

Astrid Schrankl (Stellenleitung)

und das gesamte Team der EFL Mannheim

Stand: 25.03.2020

 

 

 


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